Die Entwicklung des Verein BIN begann eigentlich schon im Jahre 1991 in Westendorf. Der damalige Gemeindearzt Dr. Ekkehard Heel, der später dann auch Vorstandsmitglied des Verein BIN war, veranstaltete ein Seminar zu einem psychosozialen Thema gemeinsam mit dem Arbeitskreis für Vorsorgemedizin. Im Zuge dieses Seminars begann das Projekt im Bereich der Tertiärprävention (Rückfallprophylaxe) bei alkoholkranken Menschen unter der Schirmherrschaft des Arbeitskreises für Vorsorgemedizin. Bereits Ende des Jahres 1991 stellte Dr. Walter Hengl, damaliger LR für Gesundheit und Soziales, die nötigen Geldmittel zu Verfügung.
Die allererste Beratungsstelle wurde daraufhin 1992 in Telfs, damals noch mit der Unterstützung vom Betroffenen Herrn Horst Wegscheider, er war Pfleger der Alkoholabteilung der Univ. Klinik für Psychiatrie, gegründet. 1995 hatte Frau LR Dr. Elisabeth Zanon die Idee, einen eigenen Verein zu gründen, was letztendlich zur Entstehung des Vereines BIN im Jahre 1996 führte. Gemeinsam mit LR Herbert Prock wurde ein Konzept erstellt, dass in Zukunft die flächendeckende, gemeindenahe Versorgung von Alkoholkranken garantieren sollte.
Bei der Zusammenstellung des Vorstandes wurde damals darauf geachtet, möglichst viele VertreterInnen unterschiedlichster Versorgungsstrukturen zu einzubinden, um eine breite Akzeptanz zu erreichen und eine intensive Vernetzung zu gewährleisten. Die damals im Vorstand vertretenen Strukturen waren die Tiroler Ärztekammer, die Univ. Klinik für Psychiatrie Innsbruck, das Psychiatrische Krankenhaus Hall i. Tirol, die Psychiatrische Abteilung des BKH Kufstein, der Psychosozialer Pflegedienst, die Gesellschaft für Psychische Gesundheit, eine Vertreterin der niedergelassen Fachärzte. Später wurde der Vorstand erweitert und ein ehemaliges Vorstandsmitglied einer Bank und ein Jurist hinzugezogen und dadurch die rein fachliche Kompetenz um eine wirtschaftliche und juridische erweitert. Der so zusammengestellte Vorstand gibt dem Verein eine gute und starke inhaltliche und fachliche und wirtschaftliche Ausrichtung und ermöglicht eine breite Zusammenarbeit mit allen in diesem Feld tätigen Strukturen.
Seit Bestehen des Verein BIN ist die Zusammenarbeit mit dem Land Tirol, vertreten durch die jeweiligen SozialreferentInnen sehr gut und der Verein wurde immer tatkräftigst unterstützt und die entsprechenden Geldmittel zur Verfügung gestellt, um eine gute fachlich-inhaltliche Arbeit in der Beratung und Nachsorge abhängigkeitserkrankter Patienten zu ermöglichen.
Mit dem zunehmenden flächendeckenden Angebot des Verein BIN beschloss das Land Tirol, die landeseigenen Beratungsstellen zu schließen, und diese Aufgabe an den Verein BIN zu übertragen. Die letzte Landesdrogenberatungsstelle schloss im Jahre 2002 ihre Tore und seit April 2002 bietet der Verein BIN gemeinsam mit dem Verein BIT in Innsbruck Suchtberatung an. Damit wurde der letzte Bezirk (Innsbruck Stadt) vom Verein BIN übernommen.